Wie alles begann...
Ich wurde in eine Winzerfamilie hineingeboren, ohne dass mich jemand gefragt hat, ob mich das mit dem Wein und der Kellerarbeit überhaupt interessiert. Anfangs fand ich es spannender, beim Opa am Traktor zu sitzen oder mich im Keller zu verstecken, als bei der Lese mit zu helfen oder die Tanks im Keller sauber zu machen. Also verschlug es mich erstmal in die Gastronomie, weil Welt bereisen und außergewöhnliche Gerichte zu servieren und teure Weine für die Gäste zu öffnen ist ja viel cooler, als daheim zu sitzen. Das dachte ich damals. Irgendwann ging es dann doch wieder zurück und ich sehnte mich nach einer anderen Beschäftigung, bei der ich nicht immer freundlich sein musste und mehr draußen sein könnte. Lag dann irgendwie auch auf der Hand, dass Weinmachen doch nicht so eine schlimme Sache ist und somit durfte ich 2014 aus Trauben, die mir mein Vater gab, meinen ersten Wein und daraus resultierend meinen ersten Sekt machen. Genau da hats mich erwischt, das Blubbervirus.


Seitdem hat sich einiges getan. Das Weinviertel wurde gegen das Kamptal ausgetauscht, denn Langenlois dient als vorläufige Homebase für die Sektgrundweine. Wohin genau die Reise geht, steht gerade in den Sternen, die man im winterlichen Langenlois nicht sehr oft zu Gesicht bekommt, da der Nebel oft tage- und nächtelang bleibt, aber eines ist sicher: es wird immer Hugl-Sprudel geben, wenn zukünftig auch wieder in einer viel kleineren Form. Mal schauen, was wird. Bei Jessica Fletcher galt das Motto "Mord ist ihr Hobby", bei mir soll es neben Dolly und vielen Wanderungen in die Berge der Sprudel bleiben.



